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Griechenland und Rom: Ein Sprint durch die Antike

Aktualisiert: 28. Juni


Das antike Griechenland entsteht

Auf den Trümmern der mykenischen und minoischen Kultur errichten die Stämme der Ionier, Dorer, Äoler und Achäer zwischen 750 und 650 v. Chr. eine neue Zivilisation. Das archaische Griechenland unterscheidet sich von allen bisherigen Hochkulturen: Seine Bewohner möchte den Dingen auch jenseits mythisch-religiöser Erklärungen auf den Grund gehen. Das Denken in neuen Kategorien, wie Fakten, Ursachen und Wirkungen ist der Ursprung von Philosophie, Wissenschaft und moderner Mathematik.


Die Griechen erschaffen kein großes Reich, sondern eine Vielzahl kleiner Stadtstaaten, die Poleis. Die wachsende Bevölkerung auf der Halbinsel erzeugt einen Migrationsdruck, der zunächst in Kleinasien, später überall im östlichen Mittelmeer sowie rund um das Schwarze Meer griechische Kolonien entstehen lässt. Über Seehandelsrouten bleiben Mutterland und Kolonisten wirtschaftlich und kulturell weiterhin verbunden. Das westliche Mittelmeer überlassen die Griechen weitgehend den Phöniziern, die ihr Machtzentrum inzwischen in das nordafrikanische Karthago verlegt haben.


Ein Karte des Mittelmeeraums auf der griechische Kolonien rot markiert sind und phönizische gelb
Zentren griechischer und phönizischer Macht im Mittelmeerraum


In den Poleis entwickelt sich ein bewegtes politisches Leben. In vielen Stadtstaaten vertreibt der Adel die alteingesessenen Könige und durchbricht damit erstmals das klassische Herrschaftsmodell der bisherigen Hochkulturen. Von nun an experimentieren die Poleis mit unterschiedlichsten Staatsformen: Monarchie, Aristokratie, Oligarchie, Tyrannei und Demokratie. Während in Sparta die Oberschicht fast ausschließlich aus Militärs besteht, deren wichtigste Aufgabe es ist, die Heloten, die halbversklavte Unterschicht kleinzuhalten, schlägt Athen einen anderen Weg ein. Die Staatsmänner Solon und Kleisthenes setzen im 6. vorchristlichen Jahrhundert eine Reihe von Reformen durch, die den Weg zu einer Demokratie ebnen, einem Modell, das auch nichtadligen freien Männern eine gesetzlich verbriefte Teilhabe an der Macht einräumt.

 

Die Perserkriege

Weiter östlich erschaffen unterdes die Perser ein Großreich. Ab 560 v. Chr. bringen sie innerhalb weniger Jahrzehnte ganz Mesopotamien, Kleinasien, Syrien, Phönizien, Palästina und Ägypten unter ihre Kontrolle. Als sie 539 v. Chr. die Babylonier unterwerfen, befreien sie auch eine große Anzahl Juden aus Gefangenschaft, die 60 Jahre zuvor nach Babylon verschleppt worden waren.

Mit der Eroberung Kleinasiens geraten auch die griechischen Siedler an der Westküste unter die Herrschaft des Persischen Großreiches. Als im Jahr 500 v. Chr. Athen und einige weitere Städte einem Aufstand der kleinasiatischen Griechen gegen die neuen Machthaber zu Hilfe kommen, entschließt sich der persische König Dareios I, nun auch das griechische Mutterland seinem Machtbereich einzuverleiben. Doch die zahlenmäßig weit unterlegenen Griechen, angeführt von Athen und Sparta, besiegen die Perser überraschend in den Schlachten von Marathon (490 v. Chr.), Salamis (480 v. Chr.) und Plataiai (479 v. Chr.).


 

Alexander der Große und die Zeit des Hellenismus

Der militärische Erfolg der Hellenen legt die Grundlage für Blüte und Dominanz der griechischen Kultur im Mittelmeerraum. Athen erlebt ein goldenes Zeitalter. Perikles festigt um 450 v. Chr. die Demokratie des Stadtstaats und sichert dessen Vormachtstellung im Attischen Seebund mit den kleinasiatischen Poleis. Als die Athener ihre Hegemonie immer rücksichtsloser ausbauen, ruft dies den ehemaligen Verbündeten Sparta auf den Plan. In dem fast dreißig Jahre dauernden, äußerst brutal geführten Peloponnesischen Krieg besiegt Sparta 404 v. Chr. mit Hilfe von Theben und Korinth schließlich den Rivalen. Athen ist von nun an politisch bedeutungslos, doch es bleibt weiterhin Zentrum des kulturellen Lebens der antiken Welt. Während die griechischen Machtkämpfe – nun rivalisiert Theben mit Sparta – unbeirrt weitergehen, begründet Sokrates die klassische antike Philosophie, die Platon und Aristoteles bald darauf zu ihrem Höhepunkt führen werden.


Zu dieser Zeit gelingt es Philip II von Makedonien die durch andauernde Kriegswirren geschwächten Stadtstaaten nach und nach zu unterwerfen und damit sein kleines, bis dahin völlig unbedeutendes Königreich am nördlichen Rand Griechenlands zur stärksten Macht auf der Halbinsel zu machen. Nachdem Philip einer Palastintrige zum Opfer fällt, folgt ihm sein Sohn Alexander (356-323 v. Chr.) auf den Thron. Der junge König tritt schon bald zu einem Feldzug gegen die Perser an. In einer historisch beispiellosen Kampagne unterwirft er mit seiner vergleichsweise kleinen Armee das riesige Nachbarreich.


Ein antikes Mosaik, das Alexander den Grossen zu Pferd zeigt; das Bild ist von Grün- und Brauntönen dominiert
Der große Alexander

Alexander stirbt, nicht einmal 33-jährig in Babylon. Der Makedonier hat die hellenistische Kultur bis an den Indus getragen. Zu seiner Hinterlassenschaft zählt auch eine Reihe von Stadtgründungen, von denen sich das ägyptische Alexandria als die Bedeutsamste erweisen wird. Doch nach dem Tod des Eroberers vermag niemand das gigantische Imperium zusammenzuhalten. Alexanders Feldherren, die Diadochen, teilen nach ergebnislosem Machtkampf die Gebiete untereinander auf: Die Antigoniden herrschen über den größten Teil Griechenlands, die Seleukiden über die gigantische Landmasse zwischen Sinai und Afghanistan, die Ptolemäer über das reiche Ägypten.


Es ist das große Zeitalter des Hellenismus. Die Strahlkraft der griechischen Zivilisation reicht von der Kyrenaika bis an den Hindukusch und von Nubien bis an die Küste der Provence. Seleukiden und Ptolemäer sehen sich allerdings gezwungen, orientalische Elemente in ihre Kultur aufzunehmen, um die Vormachstellung ihrer kleinen Herrscherelite zu sichern. Alexandria, die am Reisbrett entworfene Metropole am Rande des Nildeltas, wird innerhalb von 100 Jahren zu einer Weltstadt, ein Mikrokosmos der Antike in dem sich Griechen, Ägypter, Juden, Perser, Phönizier und Abessinier begegnen. Euklid wird hier die moderne Mathematik begründen und Eratosthenes die legendäre Bibliothek verwalten, die das Wissen der bekannten Welt unter ihrem Dach vereint.


Ein Stadtplan der die planmäßige Anlage der antiken Stadt Alexandria zeigt
Das griechisch-ägyptische Alexandria: Neben Rom Mittelpunkt der antiken Welt

Ein kleines Dorf am Tiber

Im Schatten der griechischen Kultur vollzieht sich, lange unbemerkt, der Aufstieg einer neuen Macht. Rom, der Legende nach 753 v. Chr. gegründet, wird sich im Laufe der Jahrhunderte vom Dorf zum Weltreich entwickeln. Die kleine Siedlung liegt an einer Handelsroute, die die nördlichen Nachbarn der Römer, die Etrusker, mit den griechischen Kolonien in Süditalien verbindet. Von den Etruskern übernehmen die Römer die solide Bauweise und die lateinische Schrift, eine Adaption des griechischen Alphabets. Ähnlich wie zuvor in Griechenland, stürzt um das Jahr 500 v. Chr. auch in Rom der einheimische Adel das Königtum. Rom wird eine Republik, ein Gemeinwesen, in dem zunächst adelige Patrizier-Clans über alle anderen Bürger, die Plebejer herrschen. In einem über 200-jährigen Kampf erstreiten sich die Plebejer nun nach und nach ihren Anteil an der Staatsführung.

 

Die Punischen Kriege

Anders als im chronisch instabilen Griechenland erweist sich das römische Herrschaftsmodell als so robust, dass es fast ein halbes Jahrtausend lang Bestand haben wird. Schritt für Schritt baut Rom seinen Einfluss aus, zunächst im griechisch dominierten Süden Italiens. Auf Sizilien kommt es erstmals zu einer Auseinandersetzung mit den Karthagern, der Großmacht des westlichen Mittelmeerraums. In den drei erbitterten Punischen Kriegen (264-146 v. Chr.), in denen der karthagische Feldherr Hannibal Barkas sie an den Rand einer Niederlage bringt, besiegen die Römer ihren Rivalen und löschen dessen Zivilisation mit beispielloser Grausamkeit vollständig aus. Als ewigen Fluch streuen die Sieger Salz auf die Felder der vernichteten Feinde. Die karthagischen Besitzungen auf Sizilien, in Nordafrika und Spanien werden römische Provinzen.

 

Weitere Expansion

Ab 200 v. Chr. expandiert Rom auch ins östliche Mittelmeer. Es verdrängt die Seleukiden aus weiten Teilen Kleinasiens und bricht die Vormachtstellung der Antigoniden, so dass bis 146 v. Chr., dem Jahr der Zerstörung Karthagos, auch ganz Griechenland unter römische Herrschaft gerät. Doch anders als die karthagische, wird die von den Eroberern bewunderte griechische Zivilisation verschont. Griechisch, das jeder gebildete Römer selbstverständlich beherrschen muss, wird nach Latein zur zweiten Verkehrssprache und trägt so die hellenische Kultur in alle Winkel des wachsenden Imperiums.   

 

Machtkämpfe und gesellschaftliche Verwerfungen

Das zunehmend aggressive außenpolitische Auftreten Roms wird durch innenpolitische Strukturen begünstigt: Viele Anwärter auf das Konsulat wollen sich durch militärische Heldentaten für das Amt qualifizieren. Zudem bieten die unterworfenen Provinzen den Konsuln nach ihrer Amtszeit Gelegenheit zur persönlichen Bereicherung, denn Rom zahlt seinen Spitzenfunktionären kein Gehalt. Weniger lukrativ sind die militärischen Abenteuer für die zahlreichen italienischen Kleinbauern. Sie sind einerseits das Rückgrat der römischen Ökonomie, müssen aber zugleich auch das Gros der als Bürgerarmee organisierten Legionen stellen. Durch die immer zahlreicheren kriegerischen Unternehmungen können sie ihre Höfe nicht mehr regelmäßig bewirtschaften; zudem kommt es durch die vielen Kriegsgefangenen aus den eroberten Territorien zu einer Sklavenschwemme. Die kleinen Landwirte können nicht mehr mit den auf billiger Sklavenarbeit beruhenden Latifundien konkurrieren und müssen ihr Land an Großgrundbesitzer verkaufen. Die verarmten Bauern ziehen in die Stadt, wo es aufgrund des Überangebots an Sklaven ebenfalls alles andere als leicht ist, Fuß zu fassen. Sie werden zu Proletariern, jenem rasch wachsenden Teil der Bevölkerung, die außer „proles“, Kindern, nichts besitzen. Der Stand der Plebejer ist damit in drei Unterschichten zerfallen: eine wohlhabende Elite, die auch zahlreiche Senatoren und Magistrate stellt, eine Mittelschicht aus Handwerkern und Händlern, sowie das Proletariat, die notleidende Kaste der zugezogenen Landbevölkerung.

 

Bürgerkrieg

Die sozialen Spannungen führen zur Entstehung zweier politischer Lager: Die Optimaten verteidigen den Status Quo. Sie vertreten die Interessen des konservativen Adels, der seine politischen Privilegien wahren möchte, während die Popularen, auch sie sind Adlige, die ärmere Bevölkerung für ihre Ziele einzuspannen sucht. Zwei Brüder, Tiberius und Gaius Gracchus, treiben um 133 v. Chr. Reformen voran, mit denen sie die Rolle der Volksversammlungen auf Kosten des Senats stärken, Staatsland an mittellose Plebejer verteilen und Getreidepreise regulieren möchten. Diese Bestrebungen führen zu Tiberius` Ermordung durch Senatoren der Optimatenfraktion; sein Bruder kann sich Jahre später seinen Verfolgern nur durch Selbstmord entziehen; mit den Brüdern sterben jeweils hunderte ihrer Anhänger.


Ein Schaubild, das die verschiedenen republikanischen Institutionen im alten Rom darstellt
Die Römische Verfassung: Ein System aus "Checks and Balances" garantierte politische Stabilität

Diese Ereignisse sind der Auftakt zu einem hundertjährigen Bürgerkrieg. Einer der führenden Popularen, der erfolgreiche Feldherr und mehrfache Konsul Gaius Marius, ersetzt in einer großen Militärreform das Milizsystem durch ein Berufsheer, das nun vielen Proletariern eine Perspektive bietet. Attraktiv ist vor allem Marius‘ Versprechen, den Veteranen nach dem langjährigen Militärdienst eine Parzelle Land zu schenken. Andere Befehlshaber werden diesem Beispiel folgen und sich die Loyalität der Legionäre durch materielle Versprechen erkaufen. Faktisch entstehen dadurch Privatarmeen, die im Zweifelsfall nur noch ihren Generalen hörig sind. Auch der Feldherr Lucius Cornelius Sulla, Anführer der Optimaten, verfährt nach dieser Methode. Nach Marius‘ Tod marschiert er mit seiner Armee auf Rom, besiegt die Popularen, revidiert sämtliche Reformen und lässt sich 82 v. Chr. zum Diktator auf unbestimmte Zeit ernennen. Erneut kommt es zu Pogromen gegen die Popularen, die auf öffentlichen Listen für vogelfrei erklärt und zu Tausenden ermordet werden.

 

Das Ende der Republik und Rückkehr der Monarchie

30 Jahre später wird Gaius Julius Cäsar, Spross einer alteingesessenen Patrizierfamilie, das Ende der Republik einleiten. Der erfolgreiche Feldherr unterwirft in einem äußerts brutalen Krieg das keltische Gallien und setzt sich anschließend in einem erbitterten Machtkampf gegen seinen Rivalen durch, den Feldherrn Gnaeus Pompeius Magnus, Eroberer von Syrien und Palästina. Um seine Machtposition weiter zu festigen, lässt Cäsar sich 44 v. Chr. durch den Senat zum Diktator auf Lebenszeit ernennen. Als daraufhin das Gerücht umgeht, dass er auch die Königswürde anstrebe, verschwören sich republikanisch gesinnte Senatoren gegen Cäsar und ermorden ihn.


Ein Gemälde von 1798 das die Ermordung Cäsars durch Senatoren zeigt
Die Ermordung Cäsars in der Vorstellung von Vincenzo Camuccini (1798)

Doch die Republik ist nicht mehr zu retten: Die römische Aristokratie hat sich als unfähig erwiesen, ihre internen Konflikte sinnvoll beizulegen. Im Machtkampf um Cäsars Erbe setzt sich sein Adoptivsohn Gaius Octavius durch, der später den Ehrentitel „Augustus“, „der Erhabene“ erhalten wird. Mit Augustus beginnt die römische Kaiserzeit, eine faktische Rückkehr zur Monarchie. Unter seiner 40-jährigen Regentschaft stabilisiert sich die innere Lage des Reiches wieder, während nach außen mehrere Vorstöße scheitern, auch das nördliche Germanien dem römischen Machtbereich einzuverleiben. Unter Augustus‘ Nachfolgern wächst das Imperium weiter, bis es im Jahre 117 n. Chr. unter Trajan seine größte Ausdehnung erreicht: Rom herrscht nun von Schottland bis an den Persischen Golf.

  

Modern Times

Die Stadt Rom selbst wird zur wohl ersten Millionenstadt der Menschheitsgeschichte: Eine Metropole mit Zentralheizungen, Kanalisation und gigantischen öffentlichen Bädern aber auch Müllbergen, Immobilienspekulation, Mietwucher, prekären Wohnverhältnissen, Verkehrschaos, Straßenkriminalität und krassen sozialen Gegensätzen. Im Jahre 212 erhalten alle freien Untertanen des Reichs von Kaiser Caracalla das römische Bürgerrecht. Der Kaiser selbst symbolisiert das kosmopolitische Imperium: in Gallien geboren, stammt sein Vater aus Nordafrika, seine Mutter aus Syrien.

 

Eine neue Religion setzt sich durch

Während der Herrschaft des Augustus wird in Palästina ein Mann geboren, der rund 30 Jahre später für kurze Zeit als Wanderprediger auftritt. Da er die Autorität der jüdischen Priester infrage stellt und sich selbst als „König der Juden“ bezeichnet, klagt ihn die römische Besatzungsmacht des Aufruhrs und der Majestätsbeleidigung an und lässt ihn kreuzigen. Mit Sokrates und Jesus haben zwei todesmutige Dissidenten die beiden großen abendländischen Traditionslinien begründet, die die europäische Kultur bis heute entscheidend prägen. Weder der griechische noch der jüdische Aufrührer haben uns bekannte schriftliche Zeugnisse hinterlassen; ihre Lehren werden allein durch die Aufzeichnungen ihrer Anhänger überliefert. Im Falle Jesu ist dies insbesondere der Missionar Paulus von Tarsus. Als gebildeter, griechisch sprechender Jude und römischer Bürger prägt er die christliche Lehre entscheidend, öffnet sie gegenüber Nichtjuden und legt damit die Grundlage für ihre rasche Verbreitung im griechisch-römischen Kulturraum.Das jüdische Volk wird nach mehreren Aufständen gegen die Besatzungsmacht im 1. Und 2. Jahrhundert von den Römern aus Judäa vertrieben und zerstreut sich innerhalb des Imperiums.


Antikes Mosaik, das Christus zeigt
Im 4. Jahrhundert erobert das Christentum die römische Welt

Während im Römischen Reich bisher verschiedene Kulte weitgehend friedlich nebeneinander existierten, tritt das Christentum nun sehr bestimmt und erfolgreich mit einem bis dahin unbekannten Alleinvertretungsanspruch für die Wahrheit auf. Als Kaiser Konstantin 313 allgemeine Religionsfreiheit verkündet, gibt dies den zuvor verfolgten Christen weiter Auftrieb; unter Kaiser Theodosius wird ihr Bekenntnis 380 schließlich zur Staatsreligion.


Nach Theodosius‘ Tod 395 teilen seine beiden Söhne das Imperium endgültig in ein westliches und ein östliches Reich. Zu dieser Zeit hat Rom seinen Zenit bereits seit langem überschritten. Das Weströmische Reich wird schon bald darauf unter dem Ansturm germanischer Stämme zusammenbrechen. Odoaker, ein in römischen Diensten stehender germanischer Heerführer setzt sich an die Spitze meuternder barbarischer Truppen und beendet 476 die Herrschaft des minderjährigen Romulus Augustulus. Dass der letzte Kaiser denselben Namen trägt wie der legendäre Begründer der Stadt, ist eine Ironie der Geschichte. Byzanz, das griechisch geprägte Ost-Reich, mit seiner Hauptstadt Konstantinopel, wird hingegen noch fast 1.000 Jahre weiterbestehen.

 

 

Wer mehr wissen will:

Dahlheim, Werner (2014) „Die Welt zur Zeit Jesu”, Beck.

Burbank, Jane / Cooper, Frederick (2012): „Imperien der Weltgeschichte. Das Repertoire der Macht von alten Rom und China bis heute“, Campus.

 

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